Tag 10 / Sa. 26. Mai / Adios - hoim geht's

Heute geht's um 10.00 h los, denn unsere Fähre wartet. Allerdings heißt es erstmal, die gesamten Sachen zu packen, was uns in Anbetracht der späten Bettruhe nach unserem Ausflug nach Palma de Mallorca (Speedfreak um 4.00 h) doch ziemlich schwer fällt. Das letzte Estrella Damm Cerveza am Strand hätte vielleicht doch nicht mehr sein müssen. Und - oweia - die Geschenke für die Liebsten daheim müssen auch noch gekauft werden. Also bricht leichte Hektik aus.

Mittlerweile ist der Konvoi bereits Richtung Hafen abgefahren. Wir versuchen, den Anschluss zu halten, doch die 40 (14) Wagen westwärts sind wie vom Erdboden verschluckt. Wir finden die Fährstation dennoch als Erste - haben allerdings vergessen, daß wir zuvor noch beim Hafenbüro hätten einchecken sollen. Gegen die Abgabe von 2 Flaschen Camon erledigt das aber Sabine (Vielen Dank !) für uns.

Doch jetzt gibt's richtig Ärger. Irgendjemand hat während der Überfahrt nach Mallorca wohl etwas "Scheisse gebaut" und auf der Fähre entsprechend gewütet, so daß die Fährmeisterin uns nicht auf's Schiff lassen will. Unsere Camon-Anhänger sind zum ersten Mal eher hinderlich als hilfreich, weisen sie uns doch als Mitglieder der (O-Ton) "Chaos-Truppe" aus. Die Wogen schlagen hoch und die Frau bleibt eisern. Wir bangen schon um unsere Rückfahrt - zumal die Uhr tickt und die Fähre um 12.15 h ausläuft. Nur durch gutes Zureden kann Andy von der Veranstaltungsleitung abwenden, daß wir uns anderswo einschiffen müssen. Allerdings muss die Rennleitung für gewisse Zugeständnisse sorgen, um die Fährmeisterin zu besänftigen.

Als wir dann endlich an Bord sind, werden wir vom Personal entsprechend zurückhaltend behandelt und von Service in Bar und Restaurant kann man kaum sprechen. Wir nutzen die Fahrt bei herrlichem Wetter für Lektüre und Entspannung, unterbrochen von Cafe con Leche und Besichtigung der herrlichen Aussicht. Ca. 2 Stunden geht es entlang der Küste von Mallorca, bevor wir auf's offene Meer schippern. Gegen 19 h kommt dann endlich Land in Sicht und um 20 h haben wir Barcelona erreicht. Von da an geht es auf eigene Faust durch den nicht enden wollenden Abendverkehr der Stadt. Nach ca. einstündiger Fahrt erreichen wir endlich die Lleida, die Stadtautobahn, die wir ja jetzt offiziell befahren dürfen. Der Himmel ist bereits dunkel wolkenverhangen und es geht ins erste Gewitter hinein. Der Regen begleitet uns durch ganz Spanien und erst auf halbem Weg durch Südfrankreich hört der Regen wieder auf. Wir fahren bis 4.30 h durch und steuern schliesslich auf vehementes Drängen von Speedfreak hin im Morgengrauen den Strand von Imperia an der ligurischen Küste an. Hier machen wir ein 2-stündiges Nickerchen, bis die Sonnenbestrahlung uns aus unseren Schlafsäcken treibt. Nach einem erfrischenden Morgenbad im Meer geht's auf einen Cappuccino in die nächste Bar, gegen 8.30 h steuern wir wieder auf die Autobahn Richtung Genua und dann weiter auf der A26 nach Mailand.

Hier kommen wir schon wieder an einen spektakulären Brand in Sichtweite. Ein deutscher Reisebus steht so richtig in Flammen, begleitet von einer riesigen Rauchsäule und entsprechendem Gestank. Die Fahrgäste sind gottseidank noch rechtzeitig aus dem Bus gekommen und warten verschüchtert und zu Tode erschrocken in einiger Entfernung. Die Feuerwehr braucht exakt 8 Minuten für die Löschaktion, dann wird die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben. Vom Bus ist derweil nur noch ein schwarzes, dampfendes Gerippe übrig geblieben. Wir verzichten pietätvoll auf fotografische Beiträge (das Foto gab's im Netz - ganz im Gegensatz zu den Italienern, die sofort mit Kamera und Camcorder zur Stelle sind).

Weiter geht's nach Piacenza (da waren wir doch schon mal), Brescia, Verona und über den Brenner und Innsbruck bis nach Augsburg, wo wir nach exakt 22 Stunden Fahrt erschöpft und gerädert von dem Marathon-Trip eintreffen. Tja - und das war's dann auch.

Unser abschliessendes Fazit: Angefangen bei der denkwürdigen Regen-Start-Party, über die tollen Roadbooks und die interessanten Aufgaben bis hin zur Unterbringung und Freizeitgestaltung auf Mallorca - alles war top organisiert und die Veranstalter haben sich mächtig für ihre Rallye-Teilnehmer ins Zeug gelegt. Wir hatten einen Riesenspass und können jedem eine Rallye wie diese nur empfehlen. Unser abschliessender Dank geht demnach an Andy, Oli und Stefan - die Organisatoren der Rallye.

Auf ein Neues in 2008 - Euer Team Camon

 

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