Tag 5 - Von St. Tropez durch die Camargue

Die heutige Etappe sieht auf den ersten Blick relativ harmlos aus und vor uns liegt die Durchquerung Südfrankreichs. Entlang der Küste geht's erstmal Richtung Marseille. Eigentlich wollten wir einen Kurzabstecher in die Stadt machen, aber Marseille präsentiert sich - wie viele Hafenstädte - nicht gerade einladend, und da wir dank Ninas Schmink-Eskapaden heute erst spät losgekommen sind (Abfahrt um 10.14 h), verzichten wir beim Anblick der Stadt auf eine Tour.

Weiter geht's zum wesentlich reizvolleren Naturpark der Camargue mit seinen berühmten weissen Pferden. Leider können wir keine Fotos machen, denn Speedfreak hat unseren Aufenthalt im Hotel nicht genutzt und demnach haben wir zwar Fotos vom Frühstück aber hinter Marseille ging der Kamera dann der Saft aus. Schöne Sch..., denn die Fotos waren der einzig wichtige Part des heutigen Tages. Nett wie die Franzosen nun mal sind, erhalten wir keinen Stromzugang und müssen unverrichteter Dinge das Weite suchen.

Unser Weg führt uns anschliessend ins schöne Aix-en-Provence. Schliesslich wird es höchste Eisenbahn, die Tagesberichte und Fotos ins Internet zu stellen. Doch auch in Aix-en-Provence ist uns kein Glück beschert. Wir bekommen zwar (bezahlten) Zugriff auf's Internet, aber beim Schneckentempo des Uploads leert sich der Akku des Laptops schneller als die Daten ins Netz wandern. Demnach ist unser Tagesbericht auch unvollständig und Speedfreak entsprechend sauer. Im Anschluss navigiert er relativ entnervt durch die Stadt und versucht dabei, zahlreiche Franzosen zu beleidigen.

Von der Provence geht's wieder Richtung Küste, denn ein Abstecher zum legendären Strandabschnitt vom Marseillan Plage steht an. Der Verkehr ist grauenhaft und wir stehen des öfteren im Stau. In Setè geht dann so gut wie gar nichts mehr. Stop-and-Go. Doch nicht nur wir kämpfen uns hier durch, auch die Jungs von Cruise Control und die Chicken Bomber (immer noch mit RTL-Tim im Schlepptau) treffen wir in der Gegend an.

Der Marseillan Plage, ein ca. 10 km langer Meeresarm mit feinem Sand gesäumter Strand entschädigt für die Strapazen. Wir geniessen bei einem lecker gekühlten Kronenbourg die Abendsonne und Nina und Max wagen auch einen Abstecher ins Meer. Erst gegen 20 Uhr können wir uns losreissen und fahren weiter nach Narbonne.

Speedfreak kennt Narbonne bereits und schwärmt von der sehenswerten Stadt. Als wir jedoch dort ankommen, hat man die Bordsteine allesamt schon hochgeklappt. Wir durchforsten die gesamte Stadt, doch ab 22.00 Uhr gibt's hier keine Menschen mehr und demnach auch kein Essen. Im örtlichen Industriegebiet nehmen wir widerwillig und appetitlos Hamburger und Pommes von McDonalds zu uns, doch auch hier werden wir bald vertrieben. Das Bier auf dem Parkplatz stammt noch aus eigenen Beständen und gegen 0.30 h geht's nur noch zu Bett. Wenigstens haben wir hier Zugriff auf's Internet und können die neuen Fotos online stellen.

Euer Camon Team

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